Schärfentieferechner
Kostenloser Schärfentieferechner für Fotografen. Berechne DOF, hyperfokale Distanz und Nah-/Ferngrenzen für jede Kamera und jedes Objektiv.
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Zuletzt aktualisiert: Januar 2026
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Häufig gestellte Fragen
Was ist Schärfentiefe und wie beeinflusst die Blende sie?
Schärfentiefe (DOF) ist der Bereich akzeptabler Schärfe vor und hinter dem Fokuspunkt. Die Blende hat den größten Einfluss: Offene Blenden (f/1.4-f/2.8) erzeugen geringe Schärfentiefe mit unscharfem Hintergrund—ideal für Porträts. Geschlossene Blenden (f/8-f/16) erzeugen große Schärfentiefe—ideal für Landschaften. Beispiel: Bei f/1.8 sind bei einem Porträt möglicherweise nur die Augen scharf, während die Ohren unscharf werden. Bei f/11 bleiben sowohl Person als auch Berge dahinter scharf.
Wie beeinflussen Brennweite und Entfernung die Schärfentiefe?
Längere Brennweiten und kürzere Entfernungen reduzieren die Schärfentiefe. Ein 200mm-Objektiv bei 3 Metern hat extrem geringe Schärfentiefe; ein 24mm auf gleicher Distanz hat viel größere. Näher am Motiv verringert die Schärfentiefe dramatisch—Makrofotografie bei 10cm kann nur 1-2mm Schärfe haben. Praxistipp: Für Gruppenfotos geh zurück und nutze eine längere Brennweite, um sicherzustellen, dass alle Gesichter scharf sind.
Was ist die hyperfokale Distanz und wann sollte ich sie nutzen?
Die hyperfokale Distanz ist der Fokuspunkt, der die Schärfentiefe von der halben Distanz bis unendlich maximiert. Bei Fokussierung auf die hyperfokale Distanz erscheint alles von der halben Entfernung bis unendlich scharf. Nutze sie für Landschaften, wenn Vordergrund und ferne Berge scharf sein sollen. Beispiel: Bei 24mm f/11 an Vollformat beträgt die hyperfokale Distanz etwa 2,1m—fokussiere dort und alles von 1,05m bis unendlich ist scharf.
Was ist der Zerstreuungskreis und warum ist er wichtig?
Der Zerstreuungskreis (CoC) ist der größte Unschärfepunkt, der dem menschlichen Auge noch als Punkt erscheint. Er bestimmt die Grenzen 'akzeptabler Schärfe' in DOF-Berechnungen. Standard-CoC-Werte: 0,03mm für Vollformat, 0,02mm für APS-C, 0,015mm für Micro 4/3. Kleinere Sensoren brauchen kleineren CoC, weil Bilder stärker vergrößert werden. Für kritische Schärfe (große Drucke, hohe Auflösung) verwende einen kleineren CoC-Wert.
Wie beeinflusst die Sensorgröße (Crop-Faktor) die Schärfentiefe?
Kleinere Sensoren ergeben bei gleichem Bildausschnitt größere Schärfentiefe. Für denselben Ausschnitt verwenden kleinere Sensoren kürzere Brennweiten, was die Schärfentiefe erhöht. Eine Micro 4/3-Kamera bei 25mm f/2 hat etwa die gleiche Schärfentiefe wie Vollformat bei 50mm f/4. Deshalb haben Handykameras (winzige Sensoren) nahezu unendliche Schärfentiefe, und Vollformat wird für Porträts mit Bokeh bevorzugt. Vergleich: Vollformat f/1.4 ≈ APS-C f/2.1 ≈ Micro 4/3 f/2.8 für äquivalente Schärfentiefe.